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Ein bisschen mehr Empathie wäre schön!

 <img src="fileadmin/volume/articles/redaktionsbilder/Christina/2_02.jpg" height="387" width="580" alt="" /> <p class="interview-question">Seit Juni hab ihr euer neues Album am Start und man hört klar eine Botschaft: "Rassismus, jetzt ist Schluss" –  was ist eurer Meinung nach Schuld, dass Rassismus wieder so große Kreise zieht?  </p> <strong>Carlito:</strong> Ein Grund dafür ist die Krise, vor allem die Wirtschaftskrise, letzten Endes auch das Wirtschaftssystem an sich. In der Geschichte hat sich gezeigt, immer wenn eine Krise herrscht, werden rechts-populistische und rassistische Thesen größer, weil ein Sündenbock gefunden werden muss und das System sich natürlich nicht eingesteht, dass es selbst falsch ist! Momentan wird zum einen gerade Griechenland die große Schuld zugeschoben und parallel dazu werden innerhalb der Gesellschaften immer wieder Sündenböcke gesucht. Es gibt natürlich sehr viele Krisen momentan und deswegen fliehen auch so viele Menschen und das wird einfach als gefundenes Fressen genommen, um dagegen Mobil zu machen und um einfach wieder einen neuen Sündenbock zu haben. <p class="interview-question"> Also in Wirklichkeit haben wir nichts aus der Geschichte gelernt? Es wird immer so weiter gehen?   </p> <strong>Carlito:</strong> Tja, das Problem ist, wenn man Angst schürt kann man schnell viele Leute vereinen, man braucht nur ein paar falsche Thesen raushauen! Aber dass es nochmal so groß wird, hätten wir uns auch nicht mehr gedacht, es ist schon eine traurige Entwicklung weltweit und besonders in Europa. <p class="interview-question">Was meint ihr wäre eine wirkliche Lösung für das Flüchtlings-Problem?</p> <strong>Mal Èlevé:</strong> Eine Lösung wäre es, es nicht immer als Problem zu definieren, den letzenden Endes ist es keine Problem – mal provokant gesagt – weil das Menschen, von A nach B immigrieren ist seit es die Menschheitsgeschichte gibt normal. Heutzutage wird es leider nicht mehr als normal definiert und deshalb ist es auf einmal so ein riesen Problem, wenn in einem Jahr mehr Menschen fliehen müssen, als in einem anderen. Man darf nicht vergessen, wieso diese Menschen fliehen. Es gibt ja prinzipiell viele Gründe, zum Beispiel auch wirtschaftliche und wenn ein Deutscher in der Schweiz besser verdient, geht er ja auch dort hin um zu arbeiten. Wenn man etwas ändern will muss man vor allem das System ändern und die Ungleichheiten die es gibt! <p class="interview-question">Speziell in der EU wird seit einem Jahr versprochen dass es eine generelle Lösung geben soll aber… </p> <strong>Carlito: </strong>Ja, genau! Gerade die EU setzt alles dran, dass diese Ungleichheit bestehen bleibt, indem es halt krasse Zölle gibt und die Länder drum herum haben es schwer da rein zu kommen. <strong>Mal Élevé:</strong> Alleine durch die Abkommen wie Dublin II, ist es so, dass die Länder die an den Grenzregionen sind, diese sind die es auch am schwierigsten haben und da macht es sich gerade Deutschland und Österreich sehr leicht. <p class="interview-question"> Bei eurem neuen Song "Jetzt" singt ihr über den Ausbruch – wovon würdet ihr am liebsten ausbrechen? </p> <strong>Carlito:</strong> Naja, ausbrechen von vielen Konventionen die in unserer Gesellschaft einfach normal sind, ich meine wir machen es ja schon durch unsere Musik und durch die Band. Aber dass man einfach Dinge, die schon seit Jahrhunderten veraltet sind, herunterbricht und hinter sich lässt, das ist so ein Wunschtraum, da geben wir alles dafür! In unsere Generation und in der die da jetzt nachkommt ändert sich auch viel, da ist wirklich viel im Umschwung, um einmal etwas Positives zu sagen – da passiert viel! Ganz definitiv, aber natürlich lang noch nicht genug und noch nicht an genügend Stellen!         <p class="interview-question">Welcher Song eures neuen Albums hat für euch die stärkste Botschaft? </p> <strong>Mal Élevé:</strong>  Gute Frage: das ist echt schwer, weil die Lieder sich so stark unterscheiden, und dann würden wir die anderen ein bisschen rundersetzten und wir wollen gewisse Themen den anderen nicht unterordnen.  <strong>Carlito:</strong> Aber eigentlich ist uns "Jetzt ist Schluss" schon sehr wichtig! Dieser Songs rührt uns dadurch am meisten, da wir gerade im Studio saßen als die ganzen Pegida-Demos am Start waren und zu dieser Zeit haben wir natürlich geglüht vor Wut und so ist dann auch der Song entstanden. Deshalb hat dieser Song emotional am meisten Wichtigkeit, gerade jetzt!    <iframe src="https://www.youtube.com/embed/mQhsFVSBQCM" frameborder="0" height="315" width="560"></iframe> <p class="interview-question">Ihr habt unter anderem das Projekt "Rollis für Afrika" in Senegal, wie ist es dazu gekommen? </p> <strong>Carlito:</strong> Also das Projekt "Rollis für Afrika" hat mein Bruder und Stefano vor 10 Jahren gegründet. Sie  waren viel in Senegal unterwegs, so wie ich auch und da wurde uns klar, dass  Menschen die abhängig sind von Rollstühlen oder Gehilfen, es noch schwerer haben und dort noch hilfloser sind, weil die Infrastruktur eigentlich nicht vorhanden ist. Wir haben vor Ort Leute kennengelernt, die schon in diesem Bereich aktiv waren und eine Ausbildungsstätte aufgebaut hatten, so hat es quasi angefangen. Jetzt ist das Ziel dort Produktionsstätte aufzubauen, dass die Teile nicht mehr von hier kommen müssen, sondern dass sie wirklich dort produziert werden können und somit eine Unabhängigkeit entsteht. <p class="interview-question">Reggae hat  den Ruf zu verbinden, in wieweit kann man besonders Reggae dafür nutzen?  </p> <strong>Mal Élevé: </strong>Einmal, weil Reggae den rebellischen Hintergrund hat und weil es einfach herrliche Musik ist! Die Leute, die Reggae kreiert haben, waren die Rastafaris in Jamaika und diese Leute haben sich gegen die Regierung aufgelehnt und ich sag mal das symbolisiert auch die Musik! Viele hier wissen natürlich nicht komplett detailliert warum es wirklich geht, was auch logisch ist da Patoi nicht immer einfach zu verstehen ist, aber es ist sehr symbolisch! Gerade in den Ländern wo auch immer der Konsum von Marihuana so krass kriminalisier wird, ist das dann auch der erste Schritt weiter zu denken und gesellschaftskritisch zu sein.  <p class="interview-question">Wie lässt sich die Einstellung rund, um den Rastafari-Kult auf den Alltag umlegen? </p> <strong>Carlito:</strong> Also man kann Teile davon rausnehmen, man muss aber dazu sagen das nicht alles toll ist, es ist leider oft sehr homophob und sehr auf Männer ausgerichtet – was ich auch sehr negativ finde an diesem Kult! Aber alles was sich mehr um das Hier und Jetzt dreht und einfach hilft "runterzukommen" und nicht gleich immer Panik zu schieben und vor allem nicht immer alles so negativ zu sehen – diese Punkte sind gut. Vor allem mehr Liebe, das klingt immer gleich so Hippiemäßig, aber einfach ein bisschen mehr Empathie für andere Menschen. Andere Menschen sehen und deren Situation wirklich wahrzunehmen ohne sie gleich zu beurteilen, dieses Teile find ich cool und auch sehr gut und das kann unsere Gesellschaft auch definitiv gebrachen.   <p class="interview-question">Oftmals wird eben Roots-Reggae-Sängern genau das vorgeworfen: Sexistisch und homophob zu sein. Parallel dazu hat sich vor allem in Deutsch durch Ragga sehr viel getan, es hat sich eine ziemlich coole Szene entwickelt bei der es mehr um "Community" geht.. </p> <strong>Carlito:</strong> Ja, es ist eben sehr wichtig dass sich etwas aus der Szene heraus entwickelt und deshalb haben wir auch die "Make Some Noise" – Kampagne ins Leben gerufen, wo wir uns mit der Thematik befassen. Natürlich mögen wir die Musik und auch viele Inhalte, aber eben alles eins zu eins zu kopieren wäre erstens Blödsinn, weil die Lebensqualität hier unterscheidet sich wesentlich von der in Jamaika und zweitens ist es bei jeder Subkultur so, dass sich die Dinge weiterentwickeln müssen. Darin besteht die Hoffnung, dass sich in der Szene etwas verändert! <p class="interview-question">Mittlerweile seid ihr seit 15 Jahren im Musikgeschäft: Wenn ihr euch selbst einen Tipp geben könntet, als ihr am Anfang wart, welcher wäre das? </p> <strong>Carlito:</strong> Ich würde sagen: "Ey echt nicht verzweifeln, ihr macht das Richtige!" Es ist zwar der lange Weg, aber Schlussendlich hat es dazu geführt dass <img class="float-right" src="fileadmin/volume/articles/redaktionsbilder/Christina/_MG_9467_02.jpg" height="254" width="380" alt="" />wir für uns stehen, wir haben Rock- und HipHop-Elemente, wir haben einfach alles drinnen und es ist toll, wir haben es geschafft unseren eigenen Musikstil zusammen zu stellen und somit können alle gemeinsam feiern. Wir funktionieren Szene-unabhängig. Wir spielen am Chiemsee-Reggae-Summer, am Frequency, am Hifi Festival – also bunt gemischt und genauso sieht auch unser Publikum aus.  <p class="interview-question">Was unterscheidet Rock von Reggae Festivals?  </p> <strong>Mal Èlevé:</strong> Die Stimmung ist auf Reggae Festivals schon anders; obwohl egal wo wir spielen, das Publikum ist gleich! Klingt jetzt blöd, aber die Leute die uns hören kommen und machen ihr eigenes Ding daraus, Festivalunabhängig! Aber generell würde ich sagen auf einem Reggae Festival ist es ein bisschen entspannter und es herrscht eine chilligere Atmosphäre, die Leute sind weniger aggressiv, weniger betrunken – das macht schon einiges aus! Aber beides hat geile aber auch nervige Seiten!  <p class="interview-question"> Was ist eines eurer größten Anliegen in der Zukunft?  </p> <strong>Carlito:</strong> Also musikalisch: Dass wir es endlich schaffen die Grenzen die auf den Landkarten existieren zu durchbrechen, um andere Kulturen, die schon immer wichtig waren, zuzulassen und dass wir somit mehr voneinander lernen können!   <p class="interview-question">Am 6. Oktober 2015 besucht ihr die Arena Wien, was verbindet ihr speziell mit Wien?   </p> <strong>Mal Èlevé:</strong> Vieles! Wir waren ja schon einige Male hier… Das allererste Mal als wir in Wien waren, waren wir am Donauinselfest! Auch an das Gasometer und an die geile Show mit SKA P denken wir gerne zurück. Und vor allem an die Studentenproteste im Audiomax, das war echt eine krasse Erfahrung. Österreich hat da den großen Anstoß gegeben, der dann auf Deutschland überschwappte! <p class="interview-question">VOLUME wünscht euch weiterhin so viel Power und wir freuen uns auf den 6. Oktober 2015 in der Arena Wien. </p>


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Es gibt natürlich sehr viele Krisen momentan und deswegen fliehen auch so viele Menschen und das wird einfach als gefundenes Fressen genommen, um dagegen Mobil zu machen und um einfach wieder einen neuen Sündenbock zu haben.  <p class="interview-question"> Also in Wirklichkeit haben wir nichts aus der Geschichte gelernt? Es wird immer so weiter gehen?   </p>  <strong>Carlito:</strong> Tja, das Problem ist, wenn man Angst schürt kann man schnell viele Leute vereinen, man braucht nur ein paar falsche Thesen raushauen! 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Andere Menschen sehen und deren Situation wirklich wahrzunehmen ohne sie gleich zu beurteilen, dieses Teile find ich cool und auch sehr gut und das kann unsere Gesellschaft auch definitiv gebrachen.     <p class="interview-question">Oftmals wird eben Roots-Reggae-Sängern genau das vorgeworfen: Sexistisch und homophob zu sein. Parallel dazu hat sich vor allem in Deutsch durch Ragga sehr viel getan, es hat sich eine ziemlich coole Szene entwickelt bei der es mehr um "Community" geht.. </p>   <strong>Carlito:</strong> Ja, es ist eben sehr wichtig dass sich etwas aus der Szene heraus entwickelt und deshalb haben wir auch die "Make Some Noise" – Kampagne ins Leben gerufen, wo wir uns mit der Thematik befassen. Natürlich mögen wir die Musik und auch viele Inhalte, aber eben alles eins zu eins zu kopieren wäre erstens Blödsinn, weil die Lebensqualität hier unterscheidet sich wesentlich von der in  Jamaika und zweitens ist es bei jeder Subkultur so, dass sich die Dinge weiterentwickeln müssen. Darin besteht die Hoffnung, dass sich in der Szene etwas verändert!  <p class="interview-question">Mittlerweile seid ihr seit 15 Jahren im Musikgeschäft: Wenn ihr euch selbst einen Tipp geben könntet, als ihr am Anfang wart, welcher wäre das? </p>   <strong>Carlito:</strong> Ich würde sagen: "Ey echt nicht verzweifeln, ihr macht das Richtige!" 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Aber generell würde ich sagen auf einem Reggae Festival ist es ein bisschen entspannter und es herrscht eine chilligere Atmosphäre, die Leute sind weniger aggressiv, weniger betrunken – das macht schon einiges aus! Aber beides hat geile aber auch nervige Seiten!   <p class="interview-question"> Was ist eines eurer größten Anliegen in der Zukunft?  </p>  <strong>Carlito:</strong> Also musikalisch: Dass wir es endlich schaffen die Grenzen die auf den Landkarten existieren zu durchbrechen, um andere Kulturen, die schon immer wichtig waren, zuzulassen und dass wir somit mehr voneinander lernen können!    <p class="interview-question">Am 6. Oktober 2015 besucht ihr die Arena Wien, was verbindet ihr speziell mit Wien?   </p>  <strong>Mal Èlevé:</strong> Vieles! Wir waren ja schon einige Male hier... Das allererste Mal als wir in Wien waren, waren wir am Donauinselfest! Auch an das Gasometer und an die geile Show mit SKA P denken wir gerne zurück. Und vor allem an die Studentenproteste im Audiomax, das war echt eine krasse Erfahrung. Österreich hat da den großen Anstoß gegeben, der dann auf Deutschland überschwappte!   <p class="interview-question">VOLUME wünscht euch weiterhin so viel Power und wir freuen uns auf den 6. Oktober 2015 in der Arena Wien. </p>
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