Weihnachtswunsch 2015: Weltfrieden
<p class="interview-question">Du bist ursprünglich aus Serbien und studierst jetzt in Belgrad Englisch und Literatur, erzähl uns ein bisschen was über dich..</p> Gerne. Ja ich bin in einem kleinen Dorf in Serbien aufgewachsen, wo ich eigentlich nie reingepasst habe… Mit 12 Jahren habe ich angefangen meine eigene Musik zu machen, mit meinem uralten PC. Ich mahlte alle meine CD-Covers selbst, da ich keinen Drucker hatte. (lacht) Damals trat ich noch als Luka auf und produzierte fünf Alben in meinem Studio alias Kinderzimmer. Doch dann änderte ich alles, ich hatte sozusagen eine Reinkarnation. Ich setzte mir selbst ein klares Ziel: Ich wollte jemand anderes sein und so entstand Luke Black! Von diesem Zeitpunkt an arbeitete ich auch noch ernsthafter an meiner Musik und fing an Schwarz zu tragen. Und ich zog nach Belgrad, um der Musikszene ein bisschen näher zu kommen… <p class="interview-question">Gibt es dort eine große Szene? </p> Nein, eigentlich eher nicht… Ich wurde bei einem Interview gefragt, ob ich Konkurrenz habe, aber NEIN hab ich nicht… Ich bin die einzige Person, die solche Musik macht. (lacht) Was sogleich eine gute aber auch eine schlechte Sache sein kann; aber ich brauche eigentlich keine Konkurrenz, um mich selbst weiter voran zu treiben, ich bin ziemlich ehrgeizig. <p class="interview-question">Ist dein Literatur-Studium hilfreich, um gute Ideen für deine Texte zu finden? </p> <p class="interview-question"> </p> Soll ich ehrlich sein? <p class="interview-question">Ja, bitte…</p> Nein! Die Uni ist leider nicht so gut, eigentlich wollte ich etwas anderes studieren, aber ich hatte kein Geld dafür und so dachte ich mir, mit diesem Studium komm ich der Szene wenigstens ein bisschen näher… Ein Teil war sehr hilfreich: als wir zum Beispiel zu den Romantikern kamen, merkte ich dass ich gar nicht so verrückt bin, wie ich dachte. Wenn man die Biografien der Poeten liest, findet man viel Zuspruch und dass unterstützte mich, so zu sein wie ich bin – ich bin mir jetzt noch sicherer über mich selbst. <span lang="EN-GB"> </span> <p class="interview-question">Wie ist es in Serbien zu leben? Gibt es viele politische oder soziale Einschränkungen?</p> Wenn man es zulässt, schon… Wie gesagt ich komme aus einem kleinem Kaff, aber ich fühle mich nicht so.. In meinem Dorf gibt es ziemlich viele Hooligans und so gut wie keine Kultur! Ich würde mich freuen, wenn ich sagen könnte ich bin darauf woher ich komme, aber leider stimmt das nicht. Aber ich habe gelernt viele gute Dinge entstehen, durch tiefe Traurigkeit. <p class="interview-question">Dein Song D- Generation, ist wirklich klasse: Welche spezielle Message steckt in ihm?</p> Ich habe mich umgesehen und alles war voll von Menschen, die so stolz auf sich selbst waren… Wenn jemand ein bisschen anders angezogen ist, als die anderen, fühlt er sich gleich wie Gott und dass ist wirklich anstrengend, da es eigentlich nichts Normaleres gibt, als mit seiner Kleidung zu experimentieren. Ich flog aus meiner Wohnung, weil wir den ganzen Tag nackt herum liefen, also verbrachten wir den Tag am Square und viele gingen vorbei und lachten über unseren Look, so ist dann der Song entstanden… <iframe src="https://www.youtube.com/embed/EqflaDSS75Q" frameborder="0" height="315" width="560"></iframe> <p class="interview-question">Was ist die größte Herausforderung unserer Generation? </p> Seine Beziehungen zu pflegen und zwar von Angesicht zu Angesicht und nicht via Facebook. Ich hasse es zum Beispiel online zu sein! Jeder jammert darüber und trotzdem machen sie es, ich nicht! Ich treffe meine Freunde noch! Das einzig Gute daran ist es, dass man leichter mit seinen Fans in Kontakt treten kann. Aber ich poste nur und lese keine Newsfeeds. <p class="interview-question">In deinem Song "Holding On To Love" werden viele Emotionen angesprochen: Welche Emotion, hältst du für die Stärkste?</p> Liebe!! Liebe ist Religion, sie verleiht einem so viel Energie. Zum Beispiel wie es schon John Lennon predigte, ich liebe einfach jeden! Und das verwirrt sehr viele, ich kann den Menschen vergeben und das verletzt gleichzeitig aber viele! Sie glauben, sie sind mir egal und mir ist es auch egal wenn sie mir weh tun wollen, ist es aber nicht ! Aber ich habe gelernt ihnen zu vergeben! Man muss immer positiv bleiben! <p class="interview-question"> Du hast jetzt zwei neue Songs veröffentlicht: "D-Generation" und "Holding On To Love", was kommt als nächstes? </p> Ich möchte nächstes Jahr ein Album rausbringen. Momentan konzentriere ich mich auf die kommenden Auftritte und mein elektronisches Theater dort. (lacht) <p class="interview-question">In knappen 2 Monaten ist Weihnachten: Was wünscht du dir? </p> Ich weiß es klingt verrückt, aber es ist wichtig: Weltfrieden! <p class="interview-question">Das ist ein ambitionierter Wunsch…</p> Ich weiß! Aber ich meine das wirklich ernst… <p class="interview-question">Okay, verstanden! Aber jetzt was ganz anderes: Du bist ja zum ersten Mal hier, wie gefällt dir Wien?</p> Ja, so ist es. Ich hatte ein Fotoshooting und hab ein paar Eindrücke sammeln können, es ist wirklich schön hier! Und es erinnert mich ein bisschen an Serbien, aber mit mehr Architektur. (lacht) <p class="interview-question">Wir freuen uns auf dein kommendes Album und hoffentlich auf eine Tour 2016… </p>